A0652: Woher wusste Platon von Atlantis? – Teil 6

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Jetzt gehen wir in der Zeit von Neu-Atlantis wieder zum Anfang zurück. Wir sagten euch, dass die Neu-Atlantianer 200 Jahre brauchten, bis sie ihre ersten großen Gebäude auf dem Archipel errichteten. Wir sagten aber weder, wie die Neu-Atlantianer dazu fähig waren, noch erzählten wir euch, was in den ersten 200 Jahren alles in der Gesellschaft von Neu-Atlantis geschah. Deswegen wollen wir den größten Teil dieses Blogeintrages dafür verwenden, die Hintergründe für den gesellschaftlichen Wandel der Neu-Atlantianer zu klären. Die Gesellschaft veränderte sich sehr, wenn wir bedenken, woher die Neu-Atlantianer kamen. Wir erzählten euch, dass es eine Gruppe von Atlantianern gab, die direkt nach dem Untergang von Atlantis Pläne schmiedeten, wie sie ein neues Atlantis entstehen lassen konnten und wir sagten auch immer, dass es eine Gruppe von Stadtgründern gab, die Neu-Atlantis erschufen. Die sechs Familien der Stadtgründer waren die zukünftigen Königinnen und Könige, weil das die erste große Veränderung der neu-atlantianischen Kultur war, die es so in Atlantis vorher nicht gab. Die Lemurianer und auch die späteren Neu-Lemurianer und Atlantianer wurden immer von Räten regiert, die gewählt wurden. Räte konnten auch ausgetauscht werden, weil das tatsächlich die humanste Form ist, Menschenmassen zu regieren. Keine Regierungsform, die nicht vom Volk geändert werden kann, ist sinnvoll, sodass ein Staat, der von Räten regiert wird, das beste gesellschaftliche System hervorbringen wird, das euer Universum kennt. Eure Regierungen kommen dem nahe, aber diese Regierungen sind noch so weit davon entfernt, dass es sich überhaupt nicht lohnt darüber nachzudenken, wie eure gewählten Regierungen besser gestaltet werden können. Die Gründerfamilien beschlossen untereinander, dass jede Familie für sechs Jahre regieren darf und danach wird das Königtum an die nächste Familie weitergegeben. Das Familienoberhaupt war dann für weitere sechs Jahre der Alleinherrscher und nur wenn die sechs Jahre vorüber waren, wurde die Krone weitergegeben. Verstarb in den Regierungsjahren das Familienoberhaupt, wurde ein Ersatz in der Familie gewählt, der dann die restliche Zeit regieren sollte. Damit wollten die Familien sicherstellen, dass es unnötig wäre, das regierende Familienoberhaupt zu ermorden, nur damit die nächste Familie schneller an die Macht kam. Macht war alles, was die modernen Menschen in Neu-Atlantis begehrten, denn wer Macht besitzt, war hoch angesehen und nur wer hoch angesehen wurde, hatte wirklich ein Wort mitzureden. Als die 800 Neu-Atlantianer sich daran machen, ihre Gesellschaftsform zu bestimmen, war den meisten Bewohnern von Neu-Atlantis schon bekannt, dass es Herrscherfamilien geben wird, die zeitlich eine Monarchie bilden werden, bis sie nach sechs Jahren von einer anderen Monarchie abgelöst wird. Jede Herrscherfamilie hatte unterschiedliche Prioritäten, weil Menschen unterschiedlich sind. Die ersten fünf Familien haben Neu-Atlantis so erschaffen, wie wir es beschrieben haben und die sechste Herrscherfamilie kam erst später hinzu. Die fünf Familienclans beschlossen unter sich, wie das Volk der Neu-Atlantianer regiert werden sollte. Sie stellten alle Regeln auf und sie entschieden auch, wie der angehäufte Reichtum unter dem Volk verteilt werden sollte. Die Tribute, die die Schiffsbesatzungen von Neu-Atlantis im Mittelmeer einforderten, wurden unter den Herrscherfamilien aufgeteilt und die Herrscherfamilien entschieden dann, wie viel sie davon abgeben wollten. Hatte eine Herrscherfamilie viele Freunde, dann konnte sie auch viel abgeben, weil sie damit ihre Unterstützungen erkauften. Eine Herrscherfamilie konnte gestürzt werden, wenn die Mehrheit der Familienclans dafür war. Dann wurde die Herrscherfamilie von allen Familienclans erkoren, die als nächste Herrscherfamilie an der Reihe wäre. Die gestürzte Herrscherfamilie musste wieder darauf warten, dass sie an die Reihe kam. Herrscherfamilien hatten die Pflicht, alles Erdenkliche zu unternehmen, damit es den Bewohnern nicht an Unterhaltungsmöglichkeiten fehlte, deswegen wurden einige imposante Untergrundarenen erschaffen, in denen es ständig etwas zu sehen gab. Zuerst wurden die neuen Kreaturen ausgestellt, aber schnell wurde das Ausstellen von Monstrositäten langweilig, sodass die Arenen wie in Atlantis dafür verwendet wurden, die Kreaturen gegeneinander kämpfen zu lassen. Die Neu-Atlantianer erschufen erst Kreaturen, die sie in Atlantis schon erschaffen hatten, aber da die Bevölkerung immer wieder etwas Neues präsentiert bekommen musste, damit die amtierende Herrscherfamilie nicht die einflussreichen Familienclans gegen sich hatte, mussten die Monarchen immer wieder dafür sorgen, dass die Unterhaltung auf Neu-Atlantis etwas Neues zu bieten hatte. Wenn wir euch nun erzählen, was diese Herrscherfamilien unmenschliches erschufen, nur um für die Unterhaltung der Bevölkerung zu sorgen, dann übertreiben wir nicht, sondern zeigen euch nur, was in Neu-Atlantis unternommen wurde, um an der Macht zu bleiben. Wenn wir euch berichtet hatten, dass in Atlantis große Spinnen erschaffen wurden, die anstatt eines Spinnenkopfes den Kopf eines Menschen erhielten, dann gingen die Neu-Atlantianer noch weiter. Sie erschufen Menschen mit nicht-menschlichen Körperteilen, die dann auch in der Arena um ihr Überleben kämpfen mussten. Menschen waren in Neu-Atlantis ein Handelsgut, sodass wir auch berichten können, dass der Menschenhandel zu Zeiten von Neu-Atlantis seine Blütezeit hatte. Menschen wurden in den Untergrundhöhlen gehalten, damit sie wie eine Ware dafür verwendet werden konnten, um ein Tauschgeschäft zu vollziehen. Menschen wurden auf den Märkten des Orients eingetauscht, weil nach dem Untergang von Atlantis ein Machtvakuum entstand, das die östlichen Völkerstämme dazu nutzen, das Machtvakuum zu füllen. Diese Völkerstämme kannten die Menschlichkeit, aber nur unter Ihresgleichen, sodass alle anderen Kulturen wie Vieh behandelt wurden. Neu-Atlantianer unterhielten auch mit diesen Völkerstämmen einen Handel und da diese Volksstämme Menschenhandel betrieben, tauschten sie Menschen gegen die Heilsteine aus Neu-Atlantis. Neu-Atlantianer kannten auch die Menschlichkeit, aber auch nur unter ihresgleichen, auch wenn wir meinen, dass die Sklaven gut behandelt wurden. Sklaven, die sich gegen ihre Gebieter wendeten, wurden getötet oder sie wurden in den Arenen zur Schlachtbank geführt, weil Kreaturen über diese Unruhestifter herfielen, zum Vergnügen der Neu-Atlantianer. Die Stadtgründer haben so ein Vorgehen nie vorausgesehen, aber wir sagen auch, ihnen wäre es egal gewesen, weil die modernen Menschen in Atlantis schon immer nach Macht strebten und da die atlantianische Gesellschaft so etwas nie vorsah, keimte schon immer ein Größenwahn in den modernen Menschen aus Atlantis. Diesen Größenwahn konnten die Neu-Atlantianer vollkommen ausleben, weil es keine Instanz in Neu-Atlantis gab, die irgendwas dagegen ausrichten konnte. Eine Monarchie ist immer nur so menschlich, wie der Monarch die Menschlichkeit vorgibt. Kein Monarch in Neu-Atlantis wollte am allgemeinen Vorgehen irgendetwas ändern, sodass aus eurer Sicht alles nur dekadenter und unmenschlicher wurde. Spinnenartige Menschen haben gegen Wölfe gekämpft, die so groß wie ein Rind waren. Wölfe, die menschliche Köpfe trugen, waren ebenso alltäglich wie fliegende Raubkatzen, auch wenn die Flügelspannweite kaum für längere Flüge ausreichte. Menschen konnten noch im Erwachsenenalter umgeformt werden, sodass sie ein reptilienartiges Aussehen erhielten. Kaum ein heutiger Mensch kann sich wirklich vorstellen, wie viele Menschen in den Laboren der Neu-Atlantianer zu Monstrositäten verwandelt wurden und immer dann, wenn das Ergebnis nicht den Vorstellungen der Neu-Atlantianer entsprach, kam der missgestaltete Mensch in die Arena. Riesen wurden auch gezüchtet, aber die Primaten boten nicht das Spektakel, das sich die Zuschauer der Arenen erhofften, sodass wieder Menschenkinder verwendet wurden, um diese Riesen zu erschaffen und sie für die Kämpfe zu trainieren. Diese Riesen wurden immer größer, aber auch Riesen haben eine Grenze, wenn es um die Körperdimensionen ging. Riesen, die zwischen drei und sechs Metern Körpergröße erhielten, waren gut für den Kampf zu trainieren. Alle Riesen, die noch größer werden sollten, sind später unter ihrem eigenen Gewicht erstickt, weil nicht nur die Lunge nicht mehr korrekt arbeiten konnte, sondern alle Körperorgane waren der Belastung nach kurzer Zeit nicht mehr gewachsen. Ein sechs Meter großer Mensch ist überaus beeindruckend, besonders wenn die Körperformen noch ein menschliches Vorgehen garantierten. Die Riesen wurden wie in Atlantis immer mehr verändert, sodass sie schrecklich anzusehen waren. Auch gab es Riesen mit nur einem oder gar mehr als zwei Augen. Die riesigen Spinnen wurden gerne von den Neu-Atlantianern gegen die Riesen losgelassen, weil sich Menschen schon immer vor spinnenartigen Wesen gefürchtet haben und das hat etwas mit einer außerirdischen Spezies zu tun, von der die menschliche Spezies Merkmale erhielt, die sich besonders gut in der außerirdischen Spezies hervorgetan haben. Diese Spezies musste schon immer gegen eine andere intelligente Spezies kämpfen, die wie riesige Spinnen aussehen. Die Angst ist unbegründet, aber da der menschliche Körper alle Ängste vorgibt, ist die Angst vor Spinnen in euch angelegt und wenn der Mensch einmal eine Angst auslebt, dann kann er sich schlecht überwinden. Wenn ihr vor einer riesigen Spinne stehen würdet, dann würde euer Körper etwas unternehmen, was die außerirdische Spezies als einen Schutzmechanismus über eine lange Zeit entwickelt hat. Ihr würdet erstarren, damit die Spinne eure Bewegung nicht erkennt. Glaubt uns, sogar der größte Spinnenliebhaber könnte nichts gegen diesen Schutzmechanismus tun, wenn eine riesige Spinne auf ihn zukommen würde. Die Neu-Atlantianer waren an den Anblick dieser riesigen Spinnen gewöhnt, aber sie fürchteten sich trotzdem vor diesen Kreaturen. Wie konnten die Neu-Atlantianer sicherstellen, dass die Kreaturen nicht die Zuschauer der Arena angriffen, fragen wir? Sie haben ein System aus Atlantis übernommen. Das System hatte mehrere Sicherheitsmechanismen. Zum einen bekamen die Kreaturen einen Kristall implementiert, der sie steuerte und zum anderen können Tiere und daher Kreaturen abgerichtet werden. Kreaturen, die eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen konnten, wurden trainiert, weil Tiere und Kreaturen Todesangst verspüren können, sodass es überall in den Arenen Wachen gab, die alle Fluchtversuche sofort unterbanden. Die Arenen waren auch mit einem Netz versehen, welches die meisten Kreaturen kaum durchdringen konnten. Die Netze waren aber nicht über die gesamte Arena gespannt, sondern nur seitlich angebracht. Diese Spinnen waren die gehorsamsten Kreaturen, weil Spinnen sehr intelligent sind. Ihr glaubt überhaupt nicht, dass Spinnen sehr gut zu trainieren sind, aber da die meisten Personen keine Spinnen sehen möchten, wird sich auch kaum jemand finden, der Spinnen professionell trainieren möchte. Die Kreaturen kamen und gingen, sodass es nie Helden unter ihnen gab, die von den Neu-Atlantianern bewundert wurden. Es gab auch Kämpfe unter Sklaven, aber da ein Sklave gegen eine Kreatur eine bessere Unterhaltung bot, gab es keine Gladiatorenkämpfe wie im späteren römischen Reich. Die Sklaven mussten nicht um ihr Leben fürchten, wenn sie das taten, was die Neu-Atlantianer ihnen auftrugen. Wenn ein Neu-Atlantianer die Gesellschaft von einer Frau oder einem Mann suchte, um sich zu vergnügen, gab es unzählige Freudenhäuser, die in den Untergrundhöhlen aufgesucht werden konnten. Dort waren nicht nur Sklaven, die zu Diensten sein mussten, sondern auch Neu-Atlantianer, die freiwillig dort ihre Dienste anboten. Neu-Atlantianer, die etwas anstellten, was die Gesellschaft der Neu-Atlantianer absolut missbilligte, konnten auch dazu verurteilt werden, dort den Neu-Atlantianern zur Verfügung zu stehen. Wenn Neu-Atlantianer die Gesellschaftsstrukturen und das allgemeine Vorgehen der Neu-Atlantianer anprangerten, weil sie nicht mehr tatenlos zusehen wollten, wie die Gesellschaft immer unmenschlicher wurde, dann konnte dieser Neu-Atlantianer zum Tode verurteilt werden, in die Arbeitskolonie oder in die Freudenhäuser verbannt werden. Ob sie später wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen durften, war immer davon abhängig, was der Monarch mit diesen Neu-Atlantianern vorhatte. Die Monarchen waren Menschen, die von Macht und Gier zerfressen waren, sodass es auch Mordopfer gab, die kaum gerächt wurden, weil es selbst unter den Familienmitgliedern so viel Missgunst gab, dass das Leben in einer Herrscherfamilie nie einfach war. Alle Monarchien werden sich in diese Richtung entwickeln, egal ob es Herrscherfamilien gibt oder ob es nur eine Familie gibt, die über ein Gebiet herrscht. Der Ablauf in den Herrscherfamilien ist immer der Gleiche. Wir wollen noch etwas über die Monarchen in Neu-Atlantis erzählen. Familienmitglieder einer Herrscherfamilie durften keine Familienmitglieder einer anderen Herrscherfamilie heiraten, auch wenn es etwas wie eine Heirat zu dieser Zeit nicht gab. Aber Herrscherfamilien war es untersagt, sich zu verbünden, sodass Paare, die aus unterschiedlichen Herrscherfamilien entstanden, zum Tode verurteilt wurden. Das ist oft geschehen, besonders wenn ein Machtwechsel anstand und die nächste Herrscherfamilie die Regierung von Neu-Atlantis übernommen hat. Dann wurde schonungslos offengelegt, wer mit wem eine Liebschaft eingegangen ist. Die Tragik dieser Familienfehden ist kaum zu beschreiben, sodass der Hass zwischen den Herrscherfamilien immer größer wurde, genau wie die Bauwerke auf dem Archipel. Die Neu-Atlantianer lebten nicht immer in den Untergrundhöhlen, aber das Klima auf dem Archipel trieb sie immer wieder in den Untergrund. Diese Untergrundhöhlen wurden wie Paläste eingerichtet, die auf der Oberfläche zu bewundern waren und wir meinen auch, dass ihr dort sehr viel sehen könntet, was die griechische Kultur zu dieser Zeit hervorbrachte. Die Neu-Atlantianer waren künstlerisch nicht begabt, weil sie sich auch ständig mit anderen Dingen beschäftigen mussten, sodass viele Kunstgegenstände nicht durch neu-atlantische Hände entstanden, sondern Künstler aus aller Welt haben dort gelebt und ihr Kunsthandwerk ausgelebt. Diese Künstler waren keine Sklaven, aber sie gehörten auch nicht zur Mittelschicht der Neu-Atlantianer. Diese Art von Besuchern erhielten einen besonderen Status und sie durften die Insel Atlantis vereinzelt auch wieder verlassen, um über die grandiosen Errungenschaften von Neu-Atlantis zu berichten. Wir hätten noch gerne viel mehr über die Gesellschaft berichtet, aber dieser Blogeintrag ist viel länger geworden, als uns der Schreibung zugestanden hat, sodass ihr euch auf den nächsten Blogeintrag freuen könnt, weil wir dann etwas zu den Kämpfen zwischen den Neu-Atlantianern und dem prähistorischen Griechenland erzählen werden.

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